Umweltschule

Seit Ende Oktober 1991 existiert eine Umwelt-/Nachhaltigkeitsgruppe ("Öko-Phil") an der Otto-Bennemann-Schule. Sie hat zurzeit 7 Mitglieder (Lehrkräfte). Zwei- bis dreimal im Schulhalbjahr wird von der Teamleiterin (I. Klein) zu planmäßigen Sitzungen eingeladen. Zusätzlich sind als Gäste immer die Hausmeister und der Schülervertreter willkommen. Die SV-Vertretung bekundet regelmäßig ihr Interesse an den Sitzungen, schafft es aber selten, jeweils Vertreter zu den Sitzungen zu schicken.

Inhaltlich versuchen wir in den Sitzungen einen Themenschwerpunkt zu bearbeiten. Sollte die Zeit nicht ausreichen (pro Sitzung ca. 1,5-2 Stunden), wird in der Folgesitzung daran weitergearbeitet. Darüber hinaus wird unter dem Punkt "Verschiedenes" alles andere an Veranstaltungen, Terminen, weitere wichtige Informationen zum Themenbereich "Ökologie" bekannt gegeben.

Was haben wir schon erreicht?

Bisher (Stand Herbst 2015) sind wir neun Mal als „Umweltschule in Europa“ auszeichnet worden. Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die Projekte nachweisen, die im Themenbereich Umwelt/Nachhaltigkeit mit Schülerinnen und Schülern erarbeitet wurden.

Weitere grafische Darstellungen können beim Anklicken der nachfolgenden Links betrachtet werden:

Soll/Ist-Vergleich: Gesamt

Energieproduktion Tag

Energieproduktion Monat

Energieproduktion Jahr

Energieproduktion gesamt

Wer beim Klimaschutzschulenatlas zuerst nach „Otto-Bennemann-Schule“ sucht und dann auf „Solardaten anzeigen“ klickt, kann sich verschiedene Daten über unsere Solarfabrik anschauen.


An zentralen Stellen in der Schule befinden sich Sammelbehältnisse für Wertstoffe und Restmüll. Für die Wertstoffe gilt das vorrangige Prinzip des Recyclingverfahrens. Dem Schulhaushalt fließen 50 % der bei der Müllabfuhr eingesparten Gebühren zu.

Für Kopien verwenden wir Umweltschutzpapier. Grundsätzlich wird Altpapier in Sammelbehältnissen dem Recyclingverfahren zugeführt.

Diese Aktionen haben dazu geführt, dass die Schule ihre Grünflächen vergrößern konnte. Teilweise wurden betonierte Bereiche freigelegt, ein Teich ist angelegt worden, und wo vorher brache Flächen waren, wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Als Hoffnungssymbol dient ein im Herbst 2002 gepflanzter Apfelbaum.

Die Otto-Bennemann-Schule beteiligt sich am Niedersächsischen Energiesparprogramm in Aktion (NESSI). Dabei versuchen wir Energie sinnvoll einzusetzen und möglichst nicht zu verschwenden. Hauptsächlich achten wir im Herbst und im Winter darauf, die Heizungswärme in den Räumen durch gesteuertes Lüften effektiv zu nutzen. Ebenso versuchen wir die künstlichen Lichtquellen nur bei Bedarf einzusetzen. In diesem Zusammenhang sind im Frühjahr 2004 in allen Räumen „Comics“ mit Sprechblasen aufgehängt worden; deren Inhalte überwiegend von Schülerinnen und Schülern erstellt wurden. Die eingesparten Energiekosten sind zu 50 % dem Schulhaushalt zugeflossen.

Auf dem Flachdach des Standortes Blasiusstraße sind zwei Fotovoltaikanlagen installiert. Im Jahr 1999 wurde von einer Gymnasialklasse mit zwei Lehrkräften eine Anlage mit einer Leistung von 1,1 kWp aufgebaut. Die im Dezember 2009 von Schülern und Lehrkräften aufgebaute Anlage umfasst 11,5 kWp auf einer Fläche von 228 Quadratmetern. Mit den Anlagen wird durch die Sonneneinstrahlung Energie erzeugt. Diese wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Mit einigen Lerngruppen werden im Unterricht Daten der Anlage erfasst und ausgewertet.

Seit Mai 2004 werden in einer Öko-Box Lasertoner und Tintenköpfe gesammelt, um diese umweltgerecht zu entsorgen.

Seit 1982 wird an unserer Schule regelmäßig eine Woche lang für „Brot für die Welt“ gesammelt. Spontan werden mit Klassen Sammlungen durchgeführt, um Menschen mit dem Geld in Katastrophengebieten zu helfen.

Im Herbst 2000 standen uns zum ersten Mal zwei Tage für unterschiedliche Umweltaktionen zur Verfügung. An diesen beiden Tagen wurden u. a. Bäume gepflanzt sowie der Schulhof und Klassenräume gesäubert. Einige Lerngruppen führten Besichtigungen in Betrieben durch, die ihre Produkte umweltgerecht herstellen. Seit dem Herbst 2009 werden für einen Vormittag lang verschiedene Firmen und Umweltverbände eingeladen, um ihre Tätigkeiten auf einem "Umweltmarkt" darzustellen.

Alle Schulklassen können mit ihren Lehrkräften jedes Jahr diese zwei Aktionstage umweltspezifisch nutzen.

Einmal im Monat unterstützt eine (jeweils andere) Klasse den Hausmeister bei der Pflege der Grünanlagen. Eine Doppelstunde lang wird Unkraut entfernt, werden Beete geharkt, Sträucher beschnitten.

Die erste Diskussionsrunde zur Wertstoffentsorgung in Braunschweig mit Vertretern der Parteien sowie einem Mitarbeiter der Fa. Cederbaum und der städtischen Müllentsorgung haben wir im Herbst 2001 durchgeführt.

Mit den IT-Abschlussklassen wurde zum Thema Elektroschrottrecycling eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Als Referent war Dr. Dirk Schöps vom Braunschweiger Unternehmen Elpro GmbH bei uns (Bericht in der BZ vom 13.04.2005).

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rauchverbot an Niedersächsischen Schulen“ mit Vertretern der Landesschulbehörde und vom Gesundheitsamt erfolgte im Oktober 2005.

Zu der Veranstaltung im November 2005 zum Thema „Rassismus/Nachhaltigkeit/Überwindung der Apartheid“ sind die Lerngruppen fächerübergreifend auf die Thematik von ihren Lehrkräften vorbereitet worden.

Weitere Veranstaltungen in den Folgejahren umfassten folgende Themen:

  • Gesunde Ernährung
  • "Komasaufen" - zunehmender Alkoholkonsum bei Jugendlichen
  • Klimawandel und mögliche Gegenmaßnahmen (Greenpeace)
  • OXFAM - für eine gerechte Welt ohne Armut
  • Wie kommt der Strom in die Steckdose
  • AufpASSEn - die Problematik der Lagerung von Atommüll

Mit Schülern unterschiedlicher Fachbereiche wurden z. B. Projekte zu folgenden Themen erarbeitet:

  • „Kakao-Schokolade-fair-gehandelte Produkte“
  • „Alles BIO? – logisch! ODER Ist der Mensch, was er isst?“
  • „Was heißt eigentlich BIO – DEMETER – BIOLAND?“
  • „Fahr mit – spar Sprit“ – Eine Mitfahrbörse für alle Schüler mit weitem Anfahrtsweg zur Schule
  • „Helmut, die Heizlampe“ – Aufmunternde Mitmachsprüche zum sinnvollen Einsatz von Energie
  • „Umweltverträgliches Reisen“
  • „Einführung von Zwangspfand“
  • „Fairer Handel - fair-gehandelter Kaffeeausschank in der Cafeteria“
  • „Benutzung von Recycling-Blöcken im Schulalltag“
  • „Gesunde Ernährung“

Was haben wir noch vor?

  • Eine verstärkte Integration des Umwelt-/Nachhaltigkeitsgedankens in das unterrichtliche Geschehen der einzelnen Fachgruppen
  • Eine intensivere Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen auf der Umwelt-/Nachhaltigkeitsebene

Was können wir noch tun?

Hier ist der Leser/die Leserin gefragt! Über interessante und realisierbare Vorschläge freuen wir uns!

Alle Interessierten sind zu unseren Treffen eingeladen.