Chronik der Otto-Bennemann-Schule Braunschweig

1875 - 2009

18. Oktober 1875 Gründung einer Handelsschule zu Braunschweig durch die Kaufmannschaft. Die Teilnahme am morgendlichen und abendlichen Unterricht für Handlungsdiener und -lehrlinge ist freiwillig. Schulleiter ist über 20 Jahre Handelsschulinspektor August Henze im Nebenamt.
1896 Die Handelsschule geht in die Kaufmännische Pflichtfortbildungsschule für Handlungsdiener und -lehrlinge unter 18 Jahren auf. Die Handelskammer des Herzogtums Braunschweig übernimmt die Leitung.
1920 Weibliche kaufmännische Angestellte bzw. Lehrlinge unter 18 Jahren werden jahrgangsweise schulpflichtig und in der Städtischen Fortbildungsschule/Berufsschule unterrichtet.
1929 Das Berufsschulwesen wird im Freistaat Braunschweig verstaatlicht.
1930 Verkäuferinnen und Kontoristinnen werden jetzt an der Bezirksberufsschule in Braunschweig unterrichtet und zwar an der Kaufmännischen Berufsschule, die eine Abteilung für Mädchen und eine für Knaben hat.
1933 Die Handelskammer im Freistaat Braunschweig wird wieder Träger der kaufmännischen Berufsschulen im Land.
1937 Das neue Schulgebäude an der Alten Waage 7/11 wird im August bezogen.
1944 Der Schulbetrieb wird ab 16. Oktober wegen Bombenschäden und Einsatz der Lehrer und Schüler für Kriegsdienst und andere Dienste eingestellt.
1945 Der Berufsschulunterricht wird in dem beschädigten Gebäude Alte Waage 7/11 ab November wieder aufgenommen.
1947 Einrichtung einer zweijährigen Wirtschaftsschule (Handelsschule) ab Ostern.
1950 Einrichtung einer dreijährigen Wirtschaftsoberschule ab Ostern.
1952 Die Stadt Braunschweig übernimmt am 1. April 1952 die Trägerschaft von der IHK über die Kaufmännischen Berufs- und Berufsfachschulen. Die Lehrer werden Landesbedienstete. Die IHK-eigenen Schulgebäude Alte Waage 7/11 und Bertramstraße 7 werden von der Stadt Braunschweig gekauft.
1958 bis 1961 Mit zeitweise über 6.000 Schülern leidet der Unterricht extrem unter Lehrer- und Raummangel. Bis zu 800 Schülerinnen erhalten an der Hauswirtschaftlichen Berufsschule in der Unterstufe wöchentlich vier Stunden zum Teil nur hauswirtschaftlichen Unterricht.
1970 bis 1979 Die Schule trägt den Namen Handelslehranstalt Braunschweig.
1975 Die Fachoberschule Verwaltung und Rechtspflege wird ab 1975/76 eingerichtet.
1979 bis 1981 Bildung von Berufsfeldern, Neuaufteilung von Berufsschulklassen zwischen Braunschweiger Berufsschulen. Arzt-, Zahnarzt- und Apothekenhelferinnen-Klassen werden an die BBS IV (Gesundheit und Körperpflege) sowie Schaufenstergestalter an die BBS I abgegeben; Postjungboten von der BBS IV an die BBS III.
Ab 1. August 1979 Berufsbildende Schulen III der Stadt Braunschweig (Wirtschaft und Verwaltung) ist der 13. Name für die „Kaufmännische Berufsschule“ in Braunschweig seit 1875.
1990 Das Gymnasium Ina-Seidel-Schule wird aufgelöst. Das Schulgebäude an der Blasiusstraße wird 2. Standort für die BBS III.
1998 Gründung einer Gruppe „Organisations-Entwicklung“.
1999 Im Januar wird Schulleiter Horst Asmussen pensioniert. Rainer Pesditschek wird kommissarischer Schulleiter.
2000

Vom 13. bis 18. Oktober finden Festtage zum 125-jährigen Schuljubiläum statt. Am 13. Oktober wird morgens ein Festgottesdienst und um 20:00 Uhr ein Benefizkonzert in der Andreaskirche durchgeführt. Am Samstag, den 14. Oktober präsentieren Fachgruppen zum Teil mit ihren Schülerinnen und Schülern Projekte etc. Am 18. Oktober findet vormittags ein Festakt in der Sporthalle „Alte Waage“ statt. (Veröffentlichung einer Schulchronik als Buch)

2001

Rainer Pesditschek wird am 26. Februar 2001 als neuer Schulleiter in sein Amt in Verbindung mit einem Festakt eingeführt.

Die Schule wird zum zweiten Mal als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.

2002

Die Gesamtkonferenz beschließt ein Schulprogramm.

Zum ersten Mal hat am 30. August 2002 der Förderverein der BBS III den Otto-Bennemann-Preis für hervorragende Leistungen und soziales Engagement innerhalb und außerhalb der Schule verliehen. Preisträger ist der 23-jährige Berufsschüler im Ausbildungsberuf „Steuerfachangestellter“ Cord Sperber, der seine Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden hat. Der Preis ist mit 250 Euro dotiert.

2003

Die BBS III erhalten zum 3. Mal die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“.

Die 19-jährige Anika Schulz wird mit dem Otto-Bennemann-Preis ausgezeichnet.

Die Schule unterrichtet 4.232 Schülerinnen und Schüler, davon 902 Schülerinnen und Schüler in Vollzeitform, in 200 Klassen mit 155 Lehrkräften und 8 Referendarinnen und Referendaren an 2 Standorten.

2005

Den BBS III wird am 6. Juni der Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ durch die Ausländerbeauftragte des Landes Niedersachsen, Marianne Winkler, verliehen.

Die BBS III heißen mit Beginn des neuen Schuljahres „Otto-Bennemann-Schule, Berufsbildende Schulen Wirtschaft und Verwaltung Braunschweig“.

2006

Die Schülervertretung führt im Juni eine Berlinfahrt mit 750 Schülern und 35 Lehrern durch.

Unsere Schule kooperiert mit der spanischen Schule IES Serrallarga, um Auslandspraktika durchzuführen.

Zum Schuljahr 2006/07 wird eine „Euro-HH“ eingeführt. Europa wird hier zum besonderen Querschnittsthema in mehreren Fächern unterrichtet.

2007

Vom 8. - 12.01. findet erstmals eine Schulinspektion statt. Die Binnendifferenzierung und Freiräume für Schüler sind noch verbesserungsbedürftig.

Die Schülervertretung führte Aktionstage „Schule ohne Rassissmus - Schule mit Courage“ durch, an denen insgesamt 360 Schüler in vier Workshops teilnahmen.

Ab 1. August wird ein Kopiergeld von 5 EUR von Schülern und Lehrern pro Schuljahr erhoben. Auf dem Schulgelände wird ein Rauch- und Handyverbot eingeführt.

Zum neuen Schuljahr begann der erstmals gewählte Schulvorstand im Rahmen der „Eigenverantwortlichen Schule" seine Arbeit. Er nimmt im Wesentlichen die Aufgaben wahr, die bisher der Gesamtkonferenz zustanden.

Der Otto-Bennemann-Preis konnte wieder an zwei Schüler verliehen werden. Der Rotary Club „Hanse Braunschweig“ spendete 3000 EUR für den Vermögensstock dieses Preises.

Am 9.11. fand in der Neustadtmühle eine Europa-Veranstaltung mit rund 300 Schülern statt.

2008

Ab Januar wird ein Intranet für Termine, Stundenpläne, Materialien und zum Informationsaustausch eingeführt (IServ).

Am 8./9. April finden Personalratswahlen statt. Zu denen sind 154 Kolleginnen wahlberechtigt.

Am 12. September findet eine Einweihungsfeier anlässlich des Anbaus in der Blasiusstraße mit 10 neuen Räumen statt. Die Planung und Organisation wurde von der Klasse DB 062 (Eventkaufleute) übernommen. Während der Feier wurden wieder zwei Schüler mit dem Otto-Bennemann-Preis ausgezeichnet.

2009

Ab März gibt es einen Trainingsraum A 10. Von der 3. - 6. Stunde steht eine Trainingsraum-Lehrkraft oder Sozialarbeiterln für Schüler zu Gesprächen zwecks Verhaltensänderungen bereit, um einen störungsfreien Unterricht zu erreichen.

Zum neuen Schuljahr entfällt die AnrechnungsVO für BF- und HH-Schüler. Der Besuch der beiden Schulformen schließt nunmehr ein vierwöchiges Betriebspraktikum und eine Abschlussprüfung ein.

Ab Schuljahr 09/10 werden neue Berufe unterrichtet:

  • 2- und 3-jährige Servicekraft für Schutz und Sicherheit
  • Kaufmann/-frau für Marketing-Kommunikation
  • Personaldienstleistungs-Kaufmann/-frau

Zwei mit „sehr gut“ benotete und sozial engagierte Schülerinnen erhalten den Otto-Bennemann-Preis.

Die Schule wird wieder als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.