Grundvoraussetzung für eine Ausbildung zum Automobilkaufmann/zur Automobilkauffrau ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Autohaus, einem Kfz- oder Zubehörhändler oder einer Kfz-Werkstatt. Hier werden Fachkräfte für Autohäuser ausgebildet, die die Kunden im Autohaus in Empfang nehmen und sich z. B. mit der Finanzierung von Fahrzeugen auskennen, Versicherungen vermitteln, die den Kundendienst unterstützen und die Disposition genauso beherrschen wie die Kostenrechnung, also das klassische Geschäft eines Autohauses. Die Auszubildenden werden nach bestandener Abschlussprüfung in den Bereichen, Lager, Verwaltung, Disposition und Verkauf eingesetzt, wobei sie im Verkauf den eigentlichen Verkäufern zuarbeiten.
Die Anmeldung zur Berufsschule erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb.
Unterrichtsorganisation
Die Ausbildung zum Automobilkaufmann/ zur Automobilkauffrau dauert in der Regel drei Jahre und kann bei entsprechenden Voraussetzungen verkürzt werden.
Im ersten Ausbildungsjahr findet der Berufsschulunterricht an der Otto-Bennemann-Schule an zwei Tagen (8- und 6-stündig) statt, ab dem zweiten Ausbildungsjahr nur noch an einem Berufsschultag (8-stündig).
Die Ausbildung ist in zwölf Lernfelder eingeteilt, von denen je vier pro Ausbildungsjahr unterrichtet werden. Daneben werden allgemeinbildende Fächer wie Englisch/Kommunikation, Deutsch/Kommunikation und Politik unterrichtet, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen sollen, sich im immer weiter öffnenden Europa zurechtzufinden und Schlüsselqualifikationen zu erlernen.
Detaillierte Informationen zu den Inhalten der Ausbildung finden Sie im Rahmenlehrplan.
Prüfungen
In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet die Abschlussprüfung Teil I in „Warenwirtschaft und Werkstattprozesse“ schriftlich statt, die Ausbildung endet mit der erfolgreichen Teilnahme an der Abschlussprüfung Teil II in den vier Bereichen „Kaufmännische Unterstützungsprozesse“, „Wirtschafts- und Sozialkunde“, „Fahrzeugvertrieb und Finanzdienstleistungen“ sowie „Kundendienstprozesse“.
Die Prüfungen werden vor der zuständigen IHK oder HWK abgelegt.
Unsere besonderen Angebote/Zusatzqualifikationen
Teambildungsmaßnahmen im Hochseilgarten:
Im ersten Ausbildungsjahr gibt es einen Besuch im schuleigenen Hochseilgarten, damit sich die Schülerinnen und Schüler untereinander besser kennenlernen und lernen, im Team zusammenzuarbeiten.
Betriebsbesichtigungen:
Um die Vernetzung der Abteilungen in den einzelnen Autohäusern besser kennenzulernen, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand hinaus in andere Autohäuser.
Besuch der Autostadt/Messebesuche:
Seit einigen Jahren hat es sich bewährt, zur Vertiefung und Veranschaulichung der Thematik „Systemtechniken des Fahrzeugs“ einen mehrstündigen Workshop in der Autostadt mit den Schwerpunkten Motor und Getriebetechnik zu besuchen.
Zudem führen wir Messebesuche (z.B. IAA Transportation in Hannover) durch, um uns mit den ständigen Neuerungen des Automobilmarktes auseinanderzusetzen.
Zudem gibt es die Möglichkeit, diverse Zusatzqualifikationen zu erwerben.
![]() | Bildungsgangsleitung: Frau Achilles | ![]() | Koordinatorin: Frau Meyer c.meyer@obsbs.de Tel. 0531/470-7805 |
Besuch der Autostadt
Die Automobilkaufleute der Klasse AK232 haben im November in der Autostadt in Wolfsburg an einem Getriebe- und Motorentechnikworkshop teilgenommen, welcher sehr viele interessante Eindrücke in die Technik des Automobils gegeben hat. Die Mitarbeiter der Autostadt haben nicht nur sehr anschaulich die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Arten von Motoren und Getrieben in Kraftfahrzeugen erläutert, sondern die AK232 kam in den Genuss ein Getriebe auseinanderzubauen und es wieder zusammenzusetzen. Das war ein sehr informativer und erlebnisreicher Klassenausflug.
Absolvierung eines Vor-Ort-Checks
I
m Rahmen des Checks hat die AK231 im Schuljahr 2023/2024 das unmittelbare Schulumfeld begangen und anhand von Checklisten die bestehenden Rahmenbedingungen, Gefahrenstellen und Potenziale für eine sichere Fuß- und Fahrradmobilität im Schulumfeld sowie die Verkehrsanbindung (Bus, Bahn) und die Parkmöglichkeiten erfasst & evaluiert. Ziele der Vor-Ort-Checks sind u.a. die Anregung von Maßnahmen zur Verbesserung der Fuß- und Fahrradfreundlichkeit des Schulumfelds sowie die Verbesserung des Verständnisses für die Mobilitätsbedürfnisse von Jugendlichen und älteren Schüler*innen auf dem Schulweg.