Um den Unterricht lebendig, praxisnah und besonders in der Vorweihnachtszeit abwechslungsreich zu gestalten, unternahmen mehrere Klassen der Otto-Bennemann-Schule spannende Exkursionen. Die Ausflüge boten den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die berufliche Praxis sowie in gesellschaftliche und politische Zusammenhänge und stellten eine gelungene Ergänzung zum schulischen Lernen dar.
Die Automobilkaufleute der Klassen AK251, AK241 und AK252 besuchten verschiedene Autohäuser in Braunschweig, darunter das Autohaus Holzberg, Rosier sowie Frank Schmetzer Automobile. Vor Ort informierten Auszubildende, Ausbilderinnen und Mitarbeitende über Unternehmensstrukturen, Fahrzeugmarken und den Berufsalltag. Betriebsrundgänge durch Verkaufsräume, Werkstätten und weitere Abteilungen ermöglichten einen realistischen Einblick in die Praxis.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Besuch der Autostadt Wolfsburg am 08.12., bei dem die Klasse AK241 im Rahmen eines Getriebe- und Motorworkshops technische Inhalte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erarbeitete. Das eigenständige Zerlegen und Zusammenbauen von Motor und Getriebe machte Technik greifbar und rundete die Exkursionen anschaulich ab.
Neben den praxisorientierten Betriebsbesichtigungen stand auch politische Bildung auf dem Programm: Am 10. November besuchte die Berufsschulklasse I242 die Schwedische und die Lettische Botschaft in Berlin. Ziel war es, Einblicke in die diplomatische Arbeit sowie in die aktuelle sicherheitspolitische Lage Europas und die Beziehungen zu Russland zu gewinnen.
In der Schwedischen Botschaft im Nordischen Botschaftskomplex wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Vertreter des schwedischen Militärs empfangen. Themen wie die sicherheitspolitische Situation in Nordeuropa, der NATO-Beitritt Schwedens, Umweltpolitik, Gleichberechtigung und Modernisierung standen im Mittelpunkt. Der offene Austausch ermöglichte einen intensiven Dialog.
In der Lettischen Botschaft informierte die stellvertretende Leiterin über die besondere sicherheitspolitische Lage eines baltischen Staates mit direkter Grenze zu Russland. Sie erläuterte die Entwicklung Lettlands seit den 1990er-Jahren, die Bedeutung der NATO-Mitgliedschaft sowie die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die europäische Sicherheitsarchitektur. Auch hier konnten zahlreiche Fragen gestellt werden.